Mythos 05
Was die Bibel wirklich sagt
Video-Interview mit Historiker
Bald verfügbar
Theologin Dr. Mirjam Zimmermann über das biblische Menschenbild, die Rolle der Frau in der Urgemeinde und was das christliche Eheverständnis für heute bedeutet.
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Das christliche Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität wird heute oft als Unterdrückung dargestellt. Eine ehrliche Lektüre der Quellen zeigt ein differenzierteres Bild.
Die Bibel beschreibt Ehe als Bund zwischen zwei Menschen, der auf gegenseitiger Liebe, Treue und Würde beruht. Paulus schreibt in Epheser 5,25: Die Männer sollen ihre Frauen lieben, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat. Das ist kein Aufruf zur Unterwerfung, sondern zur Selbstaufopferung des Mannes. Das Hohelied Salomos feiert körperliche Liebe und Schönheit in einer Sprache, die auch heute noch poetisch und sinnlich ist. Die Ehe als lebenslange Verbindung schützte Frauen in einer Zeit, in der sie ohne diese Absicherung rechtlos waren.
Es gibt Stellen in den Paulusbriefen, die aus heutiger Sicht problematisch wirken. Diese müssen im historischen Kontext gelesen werden: Paulus schrieb an konkrete Gemeinden in einer patriarchalischen Gesellschaft. Gleichzeitig war seine Botschaft für seine Zeit radikal: Frauen hatten in den frühen christlichen Gemeinden Leitungsrollen, die ihnen in der umgebenden Gesellschaft verwehrt waren. Priscilla, Lydia, Phöbe – sie alle waren führende Persönlichkeiten der Urgemeinde.
Fazit
Das christliche Menschenbild, das jedem Menschen – Mann, Frau, Kind – eine unveräusserliche Würde zuspricht, ist die Grundlage für ein Verständnis von Ehe und Familie, das nicht auf Macht, sondern auf Liebe und Verantwortung beruht. Das ist keine rückständige Idee – es ist eine, die unsere Gesellschaft dringend braucht.
Gemeinschaft
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Beeindruckend – ich wusste nicht, dass Tertullian bereits im 3. Jahrhundert Religionsfreiheit als Menschenrecht formuliert hat. Das verändert mein Bild der Geschichte grundlegend.
Die Verbindung zwischen den Zürcher Stadtpatronen und der ägyptischen Legion ist faszinierend. Ich werde das Grossmünster mit anderen Augen sehen.
Endlich eine fundierte Auseinandersetzung mit diesen Themen. Die Quellen sind solide und die Argumentation nachvollziehbar. Weiter so!
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